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Presse

XXL Pyramide

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,,Der Buchheimer" vom 05.11.2020
(Internetausgabe)

Bis auf dass die Firma Pfaff in Buchheime bei Bad Lausick , die wahrscheinlich größte mobile Weihnachtsmarktpyramide in ganz Deutschland gebaut hat.

Ein 19 Meter hohes wunderschönes Gebilde, welches nun demnächst in Berlin auf dem Weihnachtsmarkt ihren Platz finden wird.

In Berlin deshalb, weil der künftige Betreiber in Sachsen und seine Großstädte, die Weihnachtspyramide angeblich aus Platzgründen nicht aufstellen durfte.

Na ja, soviel zur Einstellung einiger Bürokraten, dieses einmalige sensationelle Teil, als eigene sächsische Handwerksarbeit und ihre Leistungsfähigkeit im eigenen Land zu präsentieren.

Zur Zeit steht die Pyramide am alten Gaswerk in Bad Lausick, wo noch einige Innenarbeiten im Gastraumbereich durchgeführt werden.

Des Nachts ist sie wunderschön beleuchtet und der Flügelkranz dreht sich. Somit soll ein Dauertest für die spätere Funktionalität durchgeführt werden.

Mit dieser Pyramide hat sich die Firma Pfaff auf die Top-Liste der mitteleuropäischen Betriebe für Schausteller-Ausrüster gehoben. Wobei es sich ja eigentlich um 2 selbständige Betriebe Handelt, Die einen Pfaffs sind mehr für Holzbauten wie Marktbuden und Schausteller-Wohnwägen zuständig und die Fa. Marco Pfaff-Metall- und Fahrzeugbau mehr für Fahrzeugbau, wie ebenfalls Marktfahrer-Fahrzeuge und spezielle Wohnwägen bis hin zu modernsten TV-Sender-Übertragungswägen mit allen was dazu gehört. Aber auch Bootstrailer oder ähnliche ,,Dinge,, aus Metallunterbau werden bei Marco Pfaff in Buchheim, je nach Wunsch gefertigt.

Aber egal welche der beiden Pfaff-Firmen in Buchheim gerade was bauen. Bei den Pfaffs werden Schaustellerwünsche wahr, die individuell geäußert werden dürfen. Hier wird noch nach Kundenwunsch gearbeitet, in alter Handwerkstradition und nicht nach Null-Acht/Fünfzehn Normen.

Zur Zeit wird an 3 weiteren etwas kleineren Pyramiden gebaut, die ebenfalls am alten Gaswerk zu bewundern sind.

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LVZ - Geithain

Buchheimer Andreas Pfaff baut 19 Meter hohe Pyramide

von Ekkehard Schulreich



Letzte Handgriffe an einem Bauwerk, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Foto: Jens Paul Taubert Letzte Handgriffe an einem Bauwerk, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Buchheim. Eine Weihnachtspyramide zieht auf dem alten Bad Lausicker Gaswerksgelände zurzeit viele Blicke auf sich. 19 Meter hoch ist sie und ein Werk der Buchheimer Firma Franz Pfaff. Sie dürfte zu den höchsten auf deutschen Weihnachtsmärkten zählen. Auf welchem sie sich im Dezember zum ersten Mal dreht, das ist noch nicht entschieden.

„Unsere Pyramide ist der Treffpunkt auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt", sagt Willy Krusig, und seine Augen leuchten. Vor drei Jahren ließ er die Pyramide, stattliche 17 Meter hoch, in Buchheim entwickeln und montieren. Seither ist der Schausteller in der Adventszeit in seiner Heimatstadt nicht mehr zu übersehen. Verkaufswagen für Märkte baut Andreas Pfaff, der 1982 die Wagenbau-Firma seines Vaters Franz übernahm, seit Langem. Es mit Pyramiden zu versuchen, auf diesen Dreh brachte ihn Willy Krusig. Weil sich das herumgesprochen hat im Land, begann Pfaff mit seinen Mitarbeitern bereits im April, eine weitere Pyramide zu bauen, die ihre Vorgängerin sogar noch um zwei Meter überragt. Höher hinaus gehe es aber kaum, meint der Tischlermeister, denn ab 20 Meter gebe es ganz andere Anforderungen an die Statik. Ohnehin seien die Bauvorschriften für fliegende Bauwerke - sie heißen im Fachdeutsch tatsächlich so, obwohl sie auch mit 3,50 Meter Flügeldurchmesser nicht abheben können! - streng. Sie und die Gestaltungswünsche der Kundschaft vereinbar zu machen, erfordere Kreativität und handwerkliches Geschick.

Beides ist in Buchheim gegeben, wo Franz Pfaff Ende der 1960er Jahre intensiv begann, für Schausteller zu arbeiten. Längst hat sich die Familie deutschlandweit und darüber hinaus einen Namen gemacht, sowohl Andreas Pfaff als der Spezialist als sein Bruder Marko Pfaff, der auf dem Nachbargrundstück Stahlbau betreibt. „Wir fertigen nur Einzelstücke auf Kundenwunsch", sagt Andreas Pfaff. Natürlich baue man auf auf Erfahrungen ähnlicher Vorgängermodelle, lerne dazu, fertige aber letztlich Unikate - von der ersten Entwurfszeichnung bis zum fertigen Pavillon, zum ausfahrbaren Imbissstand oder eben - zu einer transportablen Pyramide.

Der 19 Meter hohe Bau, den demnächst der TÜV abnehmen muss, entstand im Auftrag eines Schaustellers aus dem Raum Magdeburg. „Wo sie sich in der Vorweihnachtszeit dreht, ist noch nicht entschieden", sagt der Handwerksmeister, der ein Dutzend Mitarbeiter beschäftigt und der nicht gern große Worte macht. In der zweiten Jahreshälfte ist der Druck besonders hoch; dann gilt es viele Schausteller-Wünsche abzuarbeiten. Und so stehen in der Werkhalle gleichzeitig ein großer Verkaufswagen mit Glockenspiel, ein Pavillon mit einfahrbaren Seiten und versenkbarem Turm und ein großer Verkaufsstand. An allen drei wird geschraubt, gehobelt, eingedeckt. Wirtschaftskrise oder nicht, ganz offenbar sind die Deutschen unbeeindruckt in Feierlaune; die Schausteller jedenfalls sorgen unverändert für volle Pfaff`sche Auftragsbücher.

Am 25. November öffnet wieder der Weihnachtsmarkt in Karlsruhe. Dann ist Krusigs Pyramide wieder der Anziehungspunkt: Im Paterre wird Glühwein verkauft, der Veranstaltungsraum darüber wird vermietet, und unmittelbar unter den sich drehenden Kerzen und Figuren haben die obligatorischen Bläser ihren Ort zum Musizieren. Einmal ist auch Andreas Pfaff nach Karlsruhe gefahren, hat einen Becher Glühwein getrunken und seine Pyramide, sich drehend, im bunten Licht des Marktes gesehen: „Wenn das dann funktioniert, da ist man schon ein bisschen stolz."

© LVZ-Online, 28.10.2010, 12:03 Uhr


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